Teilnehmerberichte

Teilnehmerberichte

11.11.2018 – Effektives Selbstmanagement nach dem „Zürcher Ressourcenmodell“
Referent: Stefan Beusch   (www.stefanbeusch.org)

Bericht:
Wir haben mit Stefan Beusch zusammen an einem spannenden Experiment teilnehmen dürfen: Die Gestaltung von individuellen Mottozielen an nur einem Tag. Und auch wenn noch nicht jede*r am Ende des Workshops DIE eine, exakte Formulierung mit dazugehörigem Makro- und Micormovement fertig gestaltet hatte, so haben wir doch die Inspiration erlebt, die der Arbeit mit Bildern und der Achtung vor der Kraft des Unbewussten innewohnt.

Meike Stannius


03.03.2018 -Einführung in die Introvision
Referentin: Sonja Löser

Bericht: 
An diesem wunderbar sonnigen Samstag haben wir in einer Runde von 19 Teilnehmenden eine Methode der mentalen Selbstregulierung kennengelernt, die wir beide als sehr entspannend empfunden haben. 

Wir haben zuerst etwas über die Entstehung und die Idee der Introvision erfahren. Praktisch haben wir geübt, uns und unsere Umgebung akustisch, optisch und körperlich wertfrei – einfach nur ‚konstatierend‘ – aufzunehmen. Innere und äußere Wahrnehmung bewusst zu regulieren, sie zu fokussieren oder weitzustellen, ist eine der Grundlagen der Introvision. Dieses Vorgehen kann es erleichtern, Stress abzubauen.

Wir haben uns auch unsere ‚subjektiven Imperative‘ bewusst gemacht, allerlei Glaubenssätze wie z.B.:

  • Ich muss das schaffen!
  • Erst die Arbeit und dann das Vergnügen!
  • Ich kann das nicht!

Durch eine spezielle Art des Wiederspiegelns, wird es möglich, diese anstrengenden Glaubensätze zu relativen. Nicht mehr zu sagen: „Ich kann das nicht!“ Sondern: „Es kann sein, dass ich das nicht kann.“

So kann diese Methode – Introvision – zur Auflösung innerer Konflikte angewandt werden.

Es war ein inspirierender Tag, der sehr schnell vorbei ging. Wir haben an diesem Tag viel gelernt, ohne dass es sehr angestrengt hat. Wir beide können uns vorstellen, dass wir davon einiges in der Praxis einsetzen werden.

Ute und Meike


11.11.17 – Kreativität in der Supervision, Theaterworkshop
Referentin: Turid Müller

Bericht:
Turid Müller, Schauspielerin und Diplom Psychologin aus Hamburg hat es schnell geschafft uns die Verknüpfung von Schauspiel und Beratung/Kommunikation zu vermitteln sowie uns für das Spiel zu begeistern. Nach kurzen theoretischen Inputs hatten wir viele Gelegenheiten zum Probieren und Üben.

Der Anfang mit dem Circle aus dem Fooling Theater nach Franki Anderson weckte die inneren Spieler in uns und lies die eigenen Masken deutlich werden. Nach den Vorstellungsspielen endete der Einstieg mit „Pocket Question“. Eine Methode Interesse an den Anderen auszudrücken, Fragen zu stellen ohne gleich eine Antwort zu bekommen. Antwortreflex bewusst zurückhalten. Die Fragen wurden in den Pausen ausgepackt und wir kamen so schnell ins Gespräch. Danach folgte ein ganzer Reigen an Energizern und Ruheübungen.

Spannend wurde es bei den Übungen zur verbalen und nonverbalen Kommunikation sowie dem Ausprobieren von Statusrollen im Hoch- und Tiefstatus. Techniken für Supervisionsgruppen rundeten den Tag ab.

Die Räume des DRK Altenholz boten ideale Bedingungen zum Üben sowohl in Kleingruppen als auch in der mit allen zusammen. 

Erschöpft und mit vielen neuen Erfahrungen im Gepäck verliessen wir die Veranstaltung mit dem Wunsch nach Fortsetzung. 


17.09.17 – the work II
Referentinnen: Cornelia Rottmann und Meike Stannius


19.11.2016 – Motivational Interviewing, „MI“
Referent: Andreas Lange

Überblick und Einführung
Motivational Interviewing (MI) wurde ursprünglich entwickelt, um therapieunwillige Suchtklienten für eine weitergehende Behandlung zu motivieren. Der amerikanische Suchtforscher und Psychologieprofessor Bill Miller und sein britischer Kollege Steve Rollnick entwickelten aus der Praxis der Arbeit mit Suchtkranken, die häufig als schwierig, d.h. unmotiviert und widerständig gelten, diesen Ansatz. Die praxisorientierten Interventionen erwiesen sich als hoch kompatibel mit verschiedenen sozialpsychologischen Theorien (z.B. Reaktanz Theorie von Brehm und kognitive Dissonanz Theorie von Festinger). Die Grundidee Menschen für Veränderung zu gewinnen und vorzubereiten basiert auf dem Modell der Stadien der Veränderung von Prochaska und DiClemente. Dieser allseits anerkannten Theorie zufolge verläuft menschliche Veränderung in Stadien, und unterschiedliche Stadien erfordern unterschiedliche Interventionen. MI hat aus dem Suchtbereich kommend international eine Art Siegeszug in den verschiedensten Bereichen der Arbeit mit Menschen angetreten. Insbesondere in Kontexten, in denen man mit konfrontativen Mitteln nicht mehr weiterkommt, wird MI empfohlen und eingesetzt. Dazu gehören alle Zwangsberatungssituationen. Auch in verschiedenen Feldern des Gesundheitswesens wird MI angewendet. MI ist ein pragmatischer, vergleichsweise schnell zu lernender Ansatz, um Menschen für Veränderung zu gewinnen.

Die offizielle Definition lautet:
„Motivational Interviewing ist eine partnerschaftliche (‚collaborative’), personenzentrierte Form der Anleitung und Begleitung (‚guiding’) zum Hervorlocken und Stärken von Veränderungsmotivation.“

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